Wohin für 2 Wochen ? Mal wieder Frankreich ! Normandie 2015

Nachdem wir bereits im Oktober 2014 wieder ein Stück unseres Lieblingsreiselandes abgearbeitet hatten, wir aber im Juni 2015 auch nur wieder 14 Reisetage hatten, wurde die Halbinsel Cotentin angepeilt. Wie immer schnell, gut und einfach zu erreichen.

Sommer2015-NormandieRoute wurde der Navi-Uschi überlassen, die uns im „Zerstörerkurs“,  Zick-Zack via Niederlande (Venlo/Roermond) und Belgien (Genk/ Brüssel), mit Ziel “ Cambrai “ schickte.

Da es im letzten Jahr zu kurzfristig war, hatte ich mir für diesen Urlaub die Bagde von Beep & Go bestellt und die erste Durchfahrt in Hordain verlief in heftiger Vorfreude und Aufregung, aber total unspektakulär.

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Alles klappt wie am Schnürchen:

  • bis an die Schranke heranrollen
  • wenn das „Piep“ ertönt, geht die Schranke auf
  • und ab durch die Mitte

Besser sind noch die Tempo-30 KM/h Durchfahrten, wo der Sensor direkt am Anfang der Einfahrt steht und man mit 20/30 KM/h durch die Mautstation durchfahren kann. Alles prima – hat sich gelohnt.

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Cambrai, unser erster Zwischenhalt erreichten wir unproblematisch und ohne Stau.

Es wurde, wie im letzten Jahr, ein Supermarkt angepeilt, wo wir dann ein Päuschen einlegen. Dort erledigten wir auch gleich den ersten Frankreicheinkauf ( Baguette, Salami, Schinken, Rilletes, ein wenig Obst, Gemüse & ein Couscous-Salat) mit anschliessendem  Tankvorgang an der Supermarkt-Tanke, die in der Karten-Spur,  auch gut für Gespanne geeignet ist.

Supermakrt_Cambrai_001Nach einem oder mehreren Stücken Baguette mit Salami ging es dann weiter Richtung Meer. Gegen Nachmittag erreichten wir den Fecamp, wo wir den ersten Halt auf

Domaine de Reneville Fécamp

Chemin Nesmond,

76400 Fécamp, Frankreich

einplanten.

Erwartungsgem. war der Platz an einem Samstagnachmittag sehr gut belegt und die guten Plätze waren schon weg. So nahmen wir einen Platz, der etwas weiter oben lag und so die Wege zum Strand und Rezeption wesentlich weiter waren. Dafür war er sehr ruhig und wir hatten zumindest ein wenig Aussicht auf den Strand und die Steilküste.

CPFecamp

  F_Juni-Fecamp (1)

Sanitäranlagen sind auf dem Platz verteilt und das Gebäude in unserer Nähe war wohl nicht so frequentiert. Also auch sauber. Der Strand besteht hier aus groben Kiesel bis zu einer Grösse von Steinen…… – also kein Barfussstrand.

Das Städtchen und die Strandpromenade waren auch, im Gegensatz zum Herbst auch gut besucht.

F_Juni-Fecamp (2)Bequem kann man bis in den Hafen laufen.

F_Juni-Fecamp

Direkt daran schliesst sich auch die „City“ an.

Wie überall an der Küstenlinie, bekommt man überall auch ein Fast Food der französischen Art

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Montags ging es dann weiter und wir wollten unbedingt einen unserer Plätze besuchen, den wir in den Jahren 1981 und 1984 angefahren hatten. Die Anfahrt ging dann über die A29 -> A13 und

F_Juni-PontNormand-003ab Caen über N13 Richtung Landungsstrände.

Wir hatten Glück – durch das frühe Eintreffen war „unser“ Platz auf

Camping Omaha Beach

La Hérode,

14710 Vierville-sur-Mer, Frankreich

frei.  Direkt an der Klippe mit Sicht auf das weite Meer und den ca. 5 KM langen Sandstrand.

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Campingplatz mit Sicht auf Omaha-Beach
F_Juni-Omaha
Der Omaha Beach, direkt unter dem Campingplatz

 

Wie wir später feststellen mussten, hatte sich, bis auf die Wandfarbe, seit 30 Jahren nichts verändert. Wenn auch alt: es war alles sauber.

Leider schüttelte direkt am ersten Tag ein heftiger Sturm, teilweise mit Regenböen, kräftig am FENDT, so dass wir erst mal ein wenig „faulenzen“ mussten. Ab dem 2. Tag kam dann die Sonne durch und wir konnten die Barfussspaziergänge am Strand geniessen. Je nach Tiede war der Strand 20 oder 500 m breit und meinen Plan, den gesamten Strandabschnitt einmal abzulaufen konnte ich leider nicht verwirklichen. 5 KM barfuss durch den Sand, dann noch bei brennender Sonne habe ich einfach nicht geschafft.

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Während ich ein wenig die alten Kriegsschauplätze, die im Gegensatz zu 1984, damals waren das alles noch einfach nur irgendwelche Stellen in der Landschaft, jetzt wirklich sehr gepflegt und kompl. für touristische Zwecke ausgebaut wurden. Aber man darf den Sinn und Zweck, wichtiger noch, das Ergebniss, solcher Bauten nie vergessen !

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Leider mussten wir auch irgendwann mal weiter ( auch wenn ich gerne bis zum Urlaubsende den tollen Stellplatz belegt hätte) und so ging es für uns auf neuen Wegen via N13 Richtung Cherbourg.

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Auf Grund einiger Empfehlungen sind wir auf dem Lande, bei

Camping La Ferme Du Bord De Mer

43 Route du Val de Saire

50760 Gatteville-le-Phare

untergekommen.

Netter kleiner Platz, nur durch eine kleine Nebenstrasse vom Meer getrennt. Bei Flut steht das Wasser genau gegenüber, aber bei Ebbe fällt die Bucht trocken.

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Obwohl der Platz und auch die Besitzer an sich sehr nett waren, störte uns diese Strasse und vor allem die vielen Fahrzeugbewegungen auf dem Platz.

Nachdem wir die Umgebung

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und auch Cherbourg

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besichtigt hatten, wurde der weitere Weg eingeschlagen.

Nach ein paar KM hatten wir vor, auf dem Camping Municipal Les  Mielles, in Surtainville einzukehren, der allerdings unseren „Strandaussichten“ nicht entsprach. Platz und Sanitär waren sehr gut, aber es ging dann über Landstrassen weiter zum

 

Camping de la Vanlée

Rue des Gabions

50290 BREHAL

Relativ grosser Platz, mit allen Möglichkeiten. Wobei aber die Plätze mit Strandaussichten sehr knapp bemessen sind ( wir hatten Glück und ergatterten noch einen mit zumindest ein wenig Meeraussicht)

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Auch beschattete Plätze sind sehr rar, so dass man bei Sonnenschein, den wir zum Glück dort die ganze Zeit hatten, unter das Sonnendach kriecht oder den ganzen Tag am Strand verbringt. Alles erinnert ein wenig an Holland, sowohl der sehr weitläufige Strand, wie auch die Platzanlage, die sich in ein Dünnengebiet verliert.

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Die verteilten Sani-Gebäude sind sowohl unterschiedlich gross, wie gepflegt. Einige Dauercamper in WoWa oder Mobile-Homes stehen verteilt oder auch in Grüppchen auf dem Platz verteilt.

Neben den vielen Strandspaziergängen, bis hin zu den Austernbänken,

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wurde wieder die gesamte Umgebung erkundet und auch Granville durchstreift.

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Nettes, aber im Verhältnis zu den besuchten Dörfern, ein grosses Hafenstädtchen.

Obwohl anfänglich der Campingplatz nicht so mein Bleiben förderte, tat es mir doch leid, auch hier, nach doch 5 Übernachtungen, mal wieder abzufahren.

Auch entdeckten wir ein Gerät, welches wohl den Untergang der französischen Esskultur anzeigt:

F_Juni-Baguette-Automat

Geplante Rückreiseroute führte uns dann wie auch im letzten Jahr, zum stadtnahen

Le Parc Des Cygnes

111 Avenue des Cygnes

80080 Amiens

der Aufgrund des Ferienbeginns mit anreisenden Touristen gut gefüllt war.

CPAmiens  CPAmiens-001

Nach der freien Standplatzwahl ging es auf einen Abstecher in die City von Amiens, die im Gegensatz zu den, in den letzten 14 Tagen besuchten Dörfern eine Metropole war.

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Kurz vor Sonnenuntergang kehrten wir dann zum Fendt zurück und verbrachten die Nacht, mit quakenden Fröschen, in dem Stadtpark.

Der Brötchenservice nötigte uns am anderen Morgen, sehr entspannt erst um ca. 10 Uhr abzufahren, so dass die „Schlussetappe“, die wieder durch Belgien und Niederlande, erst am späten Nachmittag zu Hause endete. Allerdings auch jetzt wieder, bis auf eine Baustelle, komplett staufrei.

Danke USCHI 😉

Statistik:

Getankt wurde auf der gesamten Strecke von 2.281 KM, mit oder ohne Wohnwagen, ausschliesslich an unbesetzten Supermarkttankstellen oder ESSO-Automaten-Tankstellen.

Die alte, so genannte EC-Karte funktionierte  an allen Säulen.

Die Planungen für 2015 laufen, dann für die herbstliche Fortführung der Bretagne-Reise, die uns bereits im Herbst 2014 bis in den Raum Morlaix führte.

Wir freuen uns darauf