Ostsee statt Atlantik – September 2016

Das erste Mal Ostseeküste – September 2016

Ostsee im September2016

Eigentlich war ja Frankreich angedacht, aber meine allerliebste Beifahrerin möchte einmal an die Ostsee. O.k., der Wunsch war Befehl und so wurde ein grober Plan erstellt, welche Standorte in die engere Wahl kommen.

Da Hamburg regelmässig als Stauknotenpunkt aufgerufen wird, wollte ich direkt Freitag-Abends los.

Da die Übernachtung dann irgendwann ab ca. 23/24 Uhr beginnen würde, habe ich Campingplätze bereits ausgeklammert. Nach einigen Recherchen fand ich den

Wohnmobilhafen Hamburg Süd
Finkenrieker Hauptdeich 5
21109 Hamburg

Diesen erreichten wir dann, nach einer staufreien Fahrt, gegen ca. 23 Uhr, bei einsetzendem leichten Regen.
Gut beleuchtet fanden wir noch eine Ecke, in dem unser Gespann einparken konnte. Wasser / 230 Volt benötigten wir nicht, da alles an Bord vorhanden.
Noch einer kleinen Runde zum Elbufer ( Sandstrand ) und verstärkten Regens, gingen wir schlafen.

Ostsee2016 HamburgUm Hamburg staufrei durchqueren konnten, fing der Wecker um 7:30 Uhr und nach einem kurzen Frühstück ging es auf die Piste. Getankt wurde ein paar  Strassen weiter und so waren wir schnell wieder auf der Autobahn.

Den zweiten Teil der Anfahrt konnten wir auch staufrei hinter uns bringen und so erreichten wir gegen Mittag den Campingplatz

Ostseecamp Seeblick
Meschendorfer Weg 3b
18230 Ostseebad Rerik

Den erhofften leeren Platz konnte ich mir abschminken, denn vor dem Tor warteten bereits 3 WoMo und ein Gespann. Bei der Anmeldung wurden wir dann nett Begrüßt und durften uns ein paar Parzellen anschauen, die noch frei waren. Leider keine direkt an der Steilküste.
Im oberen Platzteil ging es sehr ordentlich zu, regelmässige Platzaufteilung, durch Wege und Strassen unterteilt und nur einige Parzellen mit Meerblick. Im mittleren Teil, unter Fichten, waren zwar die guten Plätze auch alle vergeben, aber wir wählten dann einen Platz in „zweiter Reihe“, etwas erhöht, mit teilweiser Sicht auf das Meer,  aus.

Ostsee2016Die hinteren aufgeräumten Plätze schauten wir uns erst gar nicht an, aber im weiter östl. gelegenen Platzteil gab es auch, allerdings auch belegt, Plätze direkt an der Klippe mit Meerblick.

Ostsee2016

Nach der schnellen Anmeldung konnten wir unseren Platz beziehen und „Mover-Sei-Dank“ kamen wir auch mit dem Fendt zwischen den Bäumen auf den sandigen Platz. Der PKW passte noch soeben zwischen Bäume und WoWa. Nach einer Tasse Kaffee/Tee ging es an den Strand, der über eine schräge asphaltierte Rampe zu erreichen war.

Ostsee2016
Ein Sandstrand, der regelmässig durch Kiesflächen unterbrochen war.

Ostsee2016 Aber es konnte überall „barfuss“ durch das Wasser gelaufen werden.

Ostsee2016Ostsee2016

Da an allen Tagen ein recht frischer Wind vom Meer kam, wurde die Markise nicht ausgerollt. Dies war auch nicht nötig, da nicht ein Regentropfen vom Himmel fiel – Top Wetter!
Zu erwähnen sei noch das platzeigene Restaurant, das eine gute Küche anbietet – nicht nur mit Fisch. Es war auch fast jeden Abend gut gefüllt.
Die morgendlichen Brötchen konnten in dem Shop gekauft werden, sowie auch eine kleine Auswahl der alltäglichen Dinge, die man benötigt. Wer nicht nach Rerik zum Einkaufen möchte, kann hier alles bekommen.
ACSI-Platz. Excl. Der Touristensteuer, die wie üblich bei solchen Plätzen immer separat berechnet werden. Duschmünzen schienen gerade abgeschafft, da die Automaten noch in den Duschräumen hingen.
Der Aufenthalt wurde durch Besuche der Insel Poel, Warnemünde und Rostock

Ostsee2016 Warnemündeeinige Radtouren Richtung Rerik/Salzhaff und Kühlungsborn unterbrochen.

Mensch, ich dachte an der Küste ist es immer flach. Aber durch die hohe Steilküste geht es in regelmässigen Abständen rauf & runter. Aber auch im Hinterland ist es nicht besser.

Die Tage vergingen sehr schnell und so ging es weiter Richtung Rügen.

Ostsee2016

Die paar Kilometer waren schnell abgefahren und wir erreichten am Vormittag den

Ostseecamp Suhrendorf GmbH     
18569 Ummanz Suhrendorf 4

Bereits bei der Anfahrt stellten wir fest, das wir fast am Ende der Welt angekommen waren.

Ostsee2016 Ummanz

Der Platz bietet eine Mini-Shop mit dem Notwendigsten und auch ein Brötchenservice. Das platzeigene Restaurant ist ein typisches Campingplatzrestaurant, bei dem man keine Sterne-Küche erwarten darf.

Die nächste Einkaufsmöglichkeit ist dann auch erst wieder in Gingst, das sind ca. 10 KM
Duschen und Öffnen aller Türen nur mit einem Chip möglich – sehr gute Lösung
Kein ACSI-Platz ( hat man auch an den vielen freien Parzellen gemerkt ), trotzdem ein kleiner Rabatt – tolle Geeste.

Ostsee2016
Auch bei der Anmeldung konnten wir aus dem Vollen schöpfen, da nur ein paar Urlauber auf dem Platz verweilten. Und so konnten wir einen Platz direkt am Meer…..….ach nee, hier ist ja nur See, beziehen.

Die Insel Umanz wird durch die Insel Hiddensee von der Ostsee abgeschirmt, so dass wohl keine hohen Wellen an den Strand des Platzes kommen. Leider war der Strand nur an einer kurzen Stelle „badetauglich“, denn die anderen Bereiche waren alle mit Seegras und Algen zugewuchert und bedeckt. Glück für uns, das keine Badetemperaturen herrschten.
Auf Umanz war das Radfahren schon wesentlich angenehmer.

Ostsee2016Wie auch bei Rerik waren die Strecken gut ausgeschildert. Auch wenn der grösste Teil auf den „Hauptstrassen“

Ostsee2016_~02verliefen, war dies kein Problem, da es kaum Strassenverkehr gab.

Als regelmässiges Ziel erreichten wir das Fischrestaurant und Cafe an der Verbindungsbrücke zwischen Rügen und Ummanz.
Auch mit dem PKW erkundeten wir die Insel Rügen, da wir ja evtl. nochmal hierhin kommen wollten und so einen anderen Platz auswählen wollten. Die Plätze in Danske, Altenkirchen und Thiessow kamen in die nähere Auswahl für einen zukünftigen Urlaubsstandort.
Klar wurde auch Kap Arkona besucht

Ostsee2016-UmmCapA (15)_1

…..wie es auch tausend andere Touristen machen. Glücklicher Weise wusste ich, das ein Bereich an den Klippen gesperrt war – so wurden wir nicht enttäuscht, sind aber ein paar hundert Meter weiter westlich runter an den Strand……..fast wie in der Normandie.

Dann ging es auf zur letzten Etappe.
Wir erreichten, auch diesmal vor der Mittagspause, den

Campingplatz Stubbenfelde
Waldstraße 12
17459 Seebad Stubbenfelde

Auch dort wurden wir sehr nett empfangen und durften uns einige bestimmte Plätze anschauen.
Jetzt weiss ich, warum die Dame am Empfang bei meiner Frage: „haben sie auch Plätze mit Meerblick“ so gelächelt hatte.
Der Platz liegt, in einem Waldstück, am südl. Teil einer hohen Düne. Bedingt dadurch ist der Platz teilweise sehr steil, aber mit ebenen Parzellen. Den Platzteil, den wir uns ausgesucht hatten, liegt „direkt“ am Meer.

Ostsee2016 Stubbenfeld

Direkt heisst hier: ca. 300 Meter weg bis zur Treppe. Ja, auch hier dient eine Treppe, die ca. 15 Meter steil zum Strand hinuntergeht, als Zugang zum Meer.

Ostsee2016Ostsee2016

Hier aber ist der berühmte Ostseestrand. Dies bedeutet: Kilometerweites barfusslaufen an einem feinen Sandstrand.

Eine schöne Nachmittagsrunde: über den Strand nach Kölpingsee, dort ins Cafe oder in die Fischbude

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und übers „Festland“ auf der aufgesetzten Promenade zwischen Strand und dem Kölpinsee zurück zu m Platz

Ostsee2016
Die Parzelle die wir uns ausgesucht hatten, war durch ein wenig Sonne bestrahlt, aber nicht mit hohen Eichenbäumen besäumt. Denn durch den langen Fall der Eichen, knallten diese mit einem enormen Knall auf die darunter stehenden Fahrzeuge.
Im Hauptteil des Platzes waren alle Parzellen belegt, denn dort schien wohl den ganzen Tag die Sonne – ne, dann lieber ohne Sonne, aber ruhiger.
Natürlich wurde auch hier die direkte Umgebung mit dem Rad erkundet. Allerdings sind hier, durch die hohen Dünen, wirklich steile Anstiege im Wald. Diese können aber an Hauptstrassen fast umfahren werden, hat aber dafür viel Autoverkehr. Vorteil hier auf Usedom ist, das entlang er Küste eine Bahnlinie verläuft, so dass wir in den Folgetagen immer so weit gefahren sind, wie wir kamen oder Lust hatten und mit der Bummel-Bahn wieder zurück fuhren. Entsprechende Fahrradwagen waren immer dabei. Hier auf Usedom ist merklich mehr Strassenverkehr, also werden die Hauptstrassen mit dem Rad gemieden. Regelmässig ging es nach Heringsdorf und dort in das Fischrestaurant „Domkes Fischpavillon“.
Mit dem PKW ging es dann bis nach Swinemünde/Polen und in die andere Richtung bis nach Peenemünde.

Für die Rückfahrt wählten wir den Sonntag, denn es war Ferienbeginn in einigen Bundesländern und der 3. Oktober ( Montag) war frei. So erhofften wir uns eine staufreie Rückfahrt.
Dies gelang uns auch, bis auf ein paar Zähflüssigkeiten an Baustellen und so waren wir Nachmittags unfallfrei und ohne Beulen, wieder zu Hause.

Zusammenfassend:
Gut erreichbar – tolle Landschaft am Meer – schöne Campingplätze
Es hat uns sehr gut gefallen. Nicht zuletzt durch das gute spätsommerliche Wetter ohne einen Tropfen Regen, gefiel besonders Usedom, auch wenn durch die schmale Insel der Verkehr sehr geballt erscheint.
Es war bestimmt nicht das letzte Mal

Ostsee2016