Bretagne 2015 = eine Fortsetzung der Herbst-Reise von letzten September

Moin,

so, nach einigen Vorbereitungen kann es mit meinen Bericht losgehen.

Einen Teil hatte ich bereits während der Fahrt mit meinem „Tagebuch“ Grovy Notes erstellt.

Zum Glück wurde das Wetter im Laufe des Urlaubes besser, hatte nach einer Woche keine Zeit mehr für Reisenotizen……

Sommer2015-Bretagne

September 2015

AA-Anfangs_Breizh

Urlaub, endlich Urlaub entgegen unseren normalen Reisegewohnheiten wollten wir nur weg und so schnell wie möglich „on tour “ sein.

So waren wir dann auch um 19 Uhr auf der Autobahn. Wir ließen uns von USCHI (das ist unser IGO Navi) führen und wir lernten eine neue Route, via Venlo – Maastricht – Liege, kennen.

Aber alles ohne Stau und die Strecke durch Belgien kannten wir und so waren wir

über den Zustand der Autobahn nicht überrascht.

Stau hatten wir auch erwartet, aber wir kamen erst hinter den grossen Baustellen auf die belg. Autobahn A15/E42 Richtung Frankreich.

Der Grenzübergang, war übrigens auch mal als “Notübernachtungs-Stelle“ von eingeplant, liessen wir schnell hinter uns und erreichten dann ab Hordain, das liegt kurz vor Cambrai, die mautpflichtige Autobahn A2/E19 .

Das bip & go tat wieder was es sollte: es öffnete uns alle Tore auf dem Weg in den Urlaub.

Geplantes Ziel war, unser regelmäßig angesteuerter Supermarkt, Carrefour / Raillencourt-Cambrai, mit gut zu erreichender 24 Stunden-Tankstelle.

Das sind nur noch ein paar KM hinter der Mautstelle ( Peage).

Da es bereits 22 Uhr war und der nächste Halt nochmals 150 KM entfernt wäre beschlossen ich in Cambrai zu nächtigen.

Die beste aller Beifahrerinnen hatte zwar bedenken, mitten in der Nacht von jemanden geweckt und vom Platz verwiesen zu werden. Aber ich konnte, zumindest den grössten Teil der Bedenken, auflösen.

Anfahrt_Tankstelle-004Nach dem Tanken, rauf auf den gegenüberliegenden Parkplatz (Höhenbegrenzung von ca. 3,3 m ), Stützen runter, Kühlschrank aus und um 22.30 Uhr lagen wir im Bett.

Anfahrt_Supermakrt-004Früh morgens trafen die ersten Angestellten schon um 6 Uhr ein.

So konnten wir nicht mehr einschlafen und machten uns nach einer Katzenwäsche auf den Weg.

Die Autobahn war schön leer und so vergingen die Kilometer schnell.

Leider begann zu regnen und wir hofften, das unsere Erfahrung

„Regen bei der Ankunft bedeutet keinen Regen im Urlaub“

wieder einmal zutreffen wird.

So befuhren wir auch erstmals die Pont de Normandie bei Regen.

Anfahrt_PontNormand_2015-002

Da ich das Gaspedal etwas zu weit durchtrat zeigte mir der Bordcomputer an, das wir mit dem letzten Tropfen Diesel in Dinard ankommen werden. S

o wurde ein Tankstop bei Avranches eingelegt. Der grosse Carrefour Markt lud auch gleich zum Einkauf ein, was auch dringend nötig war, denn Cambrai war so früh noch geschlossen und wir hatten keinerlei franz. Verpflegung an Bord.

Die Strecke von Avranches, mit den ersten Blicken auf das Meer und Mont St. Michel hoben die Urlaubsstimmung.

Natürlich gab es am Campingplatz

Le Port Blanc – Mairie – camping municipal
Rue du Sergent Boulanger
35800 Dinard

Mittagspause und so mussten wir eine halbe Stunde vertrödeln.

Wir besichtigten den Platz mit seinen Sanitärgebäuden und suchten uns entsprechend freie Stellplätze aus.

Auch kramten wir unsere Erinnerungen heraus. Denn hier begann unser „richtiger Camperwerdegang“ mit dem ersten Wohnwagen. Da reichte noch der Wilk 330 ( auch nur so klein) im Jahre 1981, auf diesem Platz…..

..….man sind wir alt geworden.

Nachdem die Madame die Rezeption geöffnet hat, war das einchecken schnell erledigt und wir konnten unseren auserwählten Platz beziehen.

1.Dinard.kl.15-001Knapp für unseren Fendt, dafür aber am Ende eines Weges – also ruhig, da keine Fahrzeugbewegungen.

Der Mover musste ran, denn der Platz war schief und nach ein paar Rangierfahrten stand der Fendt wie es die Mitbewohnerin wollte.

Stützen runter, Strom angeschlossen und Abwassertank unterkellert = fertig.

Möbel müssten auch noch raus, sonst gibt es keinen Kaffee.

Nach der Kaffeepause ging es los: Schuhe aus und Strand erkunden – ich nenne es immer „Hornhaut ablaufen“.

1.Dinard.2015-002  1.Dinard.2015-014Es war ja bereits fast Saisonende und so war es am Abend sehr ruhig

…….uns fielen die Augen schon sehr früh zu.

Nachdem am Morgen der Baguette Service ausgefallen ist, durfte ich eine kleine PKW Tour in die City machen.

Tolle Boulangerie, eigentlich zu schade nur ein Baguette zu kaufen. Zwei Croissants mussten mit. Die Strecke, keine 2 KM kann auch mit dem Fahrrad erledigt werden.

Urlaub:
so in den Tag gefaulenzt, mal am Strand die Füße durch Sand und Wasser gezogen

1.Dinard.2015-016

oder über den Platz geschlendert. Also ganz entspannt.

Nachmittags entlang des „Zöllner Wanderwegs“, immer an der Küste entlang, zuerst bis St. Enogat,

1.Dinard.2015-054dann doch weiter bis Dinard.

Klar musste es auf halben Weg auch noch anfangen zu regnen.

1.Dinard.2015-057Aber egal, wir wollten es ja so und auch noch etwas in Dinard essen.

Aber merke:

wenn Deutsche Hunger haben, hat ein Franzose es noch lange nicht

Die Restaurants öffnen erst Punkt neunzehn Uhr.

Also, denRückweg angegangen, um dann gegen 19 Uhr St. Enogat zu erreichen.
Passte genau, und nach einem Bier kam auch die Speisekarte

Frau wollte Salat mit warmen Brot und Ziegenkäse (Salade de chévre chaud), während ich ein Menue mit Fisch auswählte.

Es war schon ein eigenartiger Fisch, den ich noch nie gegessen hatte. Später, als wir das Wörterbuch zur Hand hatten, stellte sich heraus, das es Rochen war.

1.Dinard.kl.15-004Aha, deshalb der Knorpel in Grätenform. Nicht schlecht, aber es gibt besseren Fisch.

Wir waren beide satt, ein Crème brûlée passt aber immer noch. Zufrieden ging es an den restl. Heimweg. Glücklicher Weise hatte der Regen zwischenzeitlich auch aufgehört, so konnten die letzten paar 100 Meter angegangen werden.

Da wir Richtung St. Malo / Cancale / Le Mont St. Michelle alles im letzten Jahr erkundet hatten, war diesmal die andere Richtung,  gen Westen, dran.

Rundreise via St. Cast le Guildo inkl. Besichtigung des leider geschlossenen Camping Le Château, den wir 1984 (Hochzeitsreise mit dem damals neuen Wilk Stern de Lux 502 ) besucht hatten, weiter bis Cap Frehel.

1.Ausflug_CapFrehel-018 1.Ausflug_CapFrehel-025Hier kämpften wir gegen die Gewalten der Natur, denn es war gerade an den Felsklippen enorm stürmisch.

Weiter ging es vorbei an Fort la Latte. Zwischendurch noch an einer Bucht bei einem Direktvertrieb

( Producteur & dégustation Huitres – Moules – Fruites de Mer, 17 Port à la Duc – 22240 Fréhel – Coordinaten: 48.620152, -2.338336)

1.Ausfl_KL_CapFrehel-

eine Platte mit Austern, Bulotts (Schnecken), Garnelen und eine Flasche Cidre vernichtet

Ich weiss nun wie und warum der Satz „Leben wie Gott in Frankreich“ entstand.

Auf dem Rückweg noch die Vorräte und den Tank für die Weiterfahrt zur nächsten Urlaubsstation aufgefüllt – schon war wieder ein Ausflugstag vorbei.

Da wir genügend Zeit hätten vertrödelten wir den Vormittag mit einem sehr langen Frühstück

1.Dinard.kl.15-006

bei dem wir zwei Schulklasse beobachten konnten wie den franz. Kindern erste Hilfe am Meer und Rettung von Personen aus der hohen Brandung beigebracht wurde

Toll, denn unsere Kids in Deutschland lernen oft nicht einmal mehr 08/15 Schwimmen.

Kurz vor zwölf Uhr mussten wir dann aber doch einmal los.

Weiter geht es Richtung Westen.

Nicht ganz so einfach, denn die franz. Baubetriebe blockieren erst einmal die Nationalstrasse und so mussten wir erst 10 km in Richtung Osten fahren, um dann in der übernächsten Ausfahrt drehen zu dürfen………

…….. aber schöne Landschaft hier.

Danach liessen wir den KUGA laufen und waren dann Ruck Zuck, via gut ausgebauter RN 176 und RN 12 in Guingamp, von wo aus auch die D767 vierspurig bis Lannion verlief.

Dort ging es nur über kleine Straßen weiter bis an die Küste.

Die letzten Kilometer bis zum

Camping du Port – 3 Chemin des Douaniers – F-22560 Pleumeur-Bodou

waren dann doch sehr eng und verwinkelt und da musste man schon mal ein paar Meter zurücksetzen, wenn da ein WoMo der 15 to-Klasse nicht um die Ecke kam.

Angekommen, aber nur zweiter. Vor uns stand schon ein WoMo der auf das Ende der franz. Siesta (15 Uhr) wartete.

Mittagspause: Wussten wir – Kannten wir

Und so schlenderten wir über den Platz, um in der halben Stunde Wartezeit einen Stellplatz auszusuchen.

Drei kamen in die nähere Auswahl, sollte nicht was unvorhersehbaren passieren wie Reservierungen oder gesperrt Stellplätze.

So kam man unter den wartenden Campern vor der Rezeption ins Gespräch. Ach, WoMo Leute können ja auch ganz nett sein 😉

Wären da nicht so Vollpfosten, die mit ihrem 10 Meter WoMo an der Warteschlange vorbei, bis an die Schranke fahren, aussteigen und fragen, ob wir alle auf den Platz wollen…

…. nneee – wir stehen hier weil das Meer so schön ist !

Fragt der noch, ob der Platz schön ist, aber bevor ich eine extra blöde Antwort geben kann, muss er schon zurücksetzen, da jemand vorbei auf den Platz möchte, denn Schrankenpassinhaber kommen auf den Platz…………… zum Glück waren wir diesen WoMo-Fahrer los.

Punkt 15 Uhr öffnet die Madame das Büro und alle wurden zügig eingecheckt.

3.Pleum.KLBodou_2015-004

Aufgebaut angeschlossen und 30 Minuten später gab es Plätzchen, Kaffee und Tee.

Platzrunde und Abendspaziergang bis in den Hafen ergab ein nettes Abendschmankerl, da vor dem Platz frische Unterwasser-Viecher verkauft wurden. So mussten wieder ein paar Austern ihr Leben lassen (war aber für einen guten Zweck)

Grillen fiel aus – wegen „satt sein“ und einsetzenden Nieselregen. Ebook und WiFi vertrieben die Zeit.

Nach einer sehr stürmischen und regenreicher Nacht war der Morgen düster und wolkenverhangen. Aber es war Flut und wir standen direkt am Meer.

3.Pleum.KLBodou_2015-009

Die Côte de Granit Rose kannten wir zwar vom Vorjahr, aber diese ist so eindrucksvoll, das ich unbedingt noch einmal dorthin musste.

Entlang der Küste werden dann die Felsformationen immer runder und die Farbe wechselte ins rötliche.

3.Ausfl_KL_CoteRose_2015-006 3.Ausfl_KL_CoteRose_2015-003 3.Ausfl_KL_CoteRose_2015-001 3.Ausfl_KL_CoteRose_2015-005

In der Stadt, beim Plage Saint-Guirec suchten wir uns einen Parkplatz und wollten, da Niedrigwasser herrschte, entlang der Küste zum Leuchtturm von Ploumanac’h wandern.

3.Ausflug_Pleumeur_2015-036

Dies war nicht immer einfach, da doch viele grosse Brocken den Weg versperrten.

Wir schafften es dann, trotz einer Fussverletzung der Mitwanderin, doch und waren dann heilfroh, wieder zum PKW zu kommen. Bedingt durch die später Jahreszeit,

3.Ausflug_Pleumeur_2015-040oder lag es am diesigen wolkenverhangenen Himmel?, war es diesmal relativ leer.

Dann ging es ein paar Kilometer weiter, der Küstenlinie folgend, mit einigen Stopps auf den Aussichtspunkten, bis nach Perros-Guirec. Stadtbummel, Leckerchen verdrücken etc. etc.

Müde und erschöpft kamen wir Abends wieder zu unserer Basis-Station „Fendt“ zurück.

Es geht weiter: Die Abfahrt wurde wieder auf eine Zeit gelegt, die mit der Ankunftszeit beim nächsten Platz passen sollte, damit wir nicht wieder die Mittagspause treffen.

So fuhren wir die über die D65 via Lannion und weiter auf der D786 bis Morlaix.

Hier ging es mitten durch die Stadt, es war Markt.

Wir wollten eigentlich den nächsten Platz

Camping Polfoën – Lieu-dit Poulfoen – F-29430 Plouescat

CPMundePoulfoen-001 CPMundePoulfoen-

anfahren

Leider war hier schon alles geschlossen, aber für evtl. nächste Reisen bleibt er auf der Liste.

So ging es an der Küste weiter und wir erreichten am Nachmittag den nächsten Platz

Camping des Abers
51 Toull Treaz
F-29870 Landéda

Hier gab es zwar eine Mittagspause, aber man konnte seinen Platz aussuchen und sich dann am Abend anmelden – Prima Lösung.

So hatten wir den Platz besichtigt. Die möglichen Plätze, die sich in Strandnähe befanden und noch nicht belegt waren, kamen für uns nicht in Frage.

So schlenderten wir über den Platz, mein Laune schwand, als ich einen Hügel entdeckte. Dort waren doch noch zwei schöne Plätze frei,

4.Abers_2015-048von denen man den Platz und Strand, bis hin zum Meer überblicken konnte.CPAbers

So blieb die Beifahrerin auf dem Platz und ich kurvte mit dem Gespann ein und bezwang den „Berg“. Nasse Wiese – macht ja nix. Aufgestellt und ausgeräumt war es wie immer in ein paar Minuten und so genossen wir den Kaffee.

Die Strandspaziergänge arteten hier auch in Halbtageswanderungen aus, da sich das Meer sehr weit zurückzog

4.Abers_2015-024und die Inseln, die jetzt trocken gefallen waren, alle zu Fuss erreicht werden konnten.

4.Abers_2015-0574.Abers_2015-062

Bei sehr starken Wind, normaler Wind war fast täglich, wimmelte es vor dem Strand nur so von Kite- und normalen Surfern.

Von hier haben wir dann auch Brest besucht, wobei ich aber von der Stadt enttäuscht war.

Natürlich habe ich mich auf eine Grossstadt mit Industrie eingestellt, da aber Brest während des Krieges kompl. Zerstört wurde und schnell aufgebaut werden musste,

4.Ausflug_Brest- 4.Ausflug_Brest-002

kam der Denkmalschutz etwas zu kurz. Ebenso fiel dann unsere Besuch aus, nämlich ganz kurz.

Nur hier fand ich die Ruhe und einen fast leeren Orange-Shop, bei dem ich mir die seit Jahren gewünschte SIM-Karte mit Internet-Flat kaufen und aktivieren konnte.

Die eingesparte Zeit investierten wir lieber in die Rückfahrt. Entlang der Küste nach Norden via Küstenstrasse zu fahren und auch mal eine Abstecher in die Sackgassen ans Meer zu machen.

4.Ausflug_Abers_2015-028

4.Ausflug_Abers_2015-012

Anstrengend aber sehr lohnenswert.

Nach vier Übernachtungen zog es mich über gut ausgebaute Strassen, D13 – N165 – D107, weiter ( die Liebste wäre auch hier noch was geblieben ).

So landeten wir nach einer sehr kurzen Fahrzeit auf

CAMPING LA PLAGE DE TREGUER
Strand von St. Anne La Palud
Treguer Vihan
29550 Plonévez-Porzay

 

Der Platz kann nur über relativ kleine Landstrassen und Wege erreicht werden und liegt abseits von Städten oder Dörfer, ohne Trubel und Tourismus. Es war regelrecht einsam. Auch der Platz war bereits in Winterstarre verfallen. Es standen nur 3-4 Touristenfahrzeuge verteilt auf dem Platz und die wenigen Dauercamper und Mobilhome-Bewohner waren nie zu sehen.

Rezeption war den ganzen Tag über besetzt und der Brotservice war noch eingerichtet.

Nach einer Platzbesichtigung, die hier schon in eine Wanderung ausartete, nahmen wir einen Platz direkt hinter den Dünen. Wir wollten zwar den Platz nur als Standort für Exkursionen nutzen, aber man weiss ja nie.

So standen wir, einsam in Sichtweite von 2 weiteren Campern und konnten auch das Meer rauschen hören.

5.Plonevez_2015-003

Den Nachmittag nutzten wir, um die Küstenregion bis hoch nach Crozon und weiter bis zur Spitze der Halbinsel, dem Point des Espagnols abzufahren.

Von hier aus hat man einen schönen Blick auf das gegenüberliegende Brest und seiner maritimen Zufahrt.

Abends noch einen kleinen Spaziergang an unserem Strand,

5.Plonevez_2015-001

der auch am nächsten Morgen fortgesetzt wurde.

5.Plonevez_2015-000Komisch war nur, das es auf dem flachen Sand-Strand nur einen grossen Felsen gab, der durch seiner aussergewöhnlichen Felsformationen auffiel.5.Format_Plonevez_2015- (4)Später sah ich in einem TV-Bericht, das dies die ältesten Felsformationen sind, die auch an der Cote Granit Rose vorkommen und durch Erdfaltungen wieder an die Erdoberfläche hervortraten.

Am Vormittag ging es dann Richtung Pointe du Raz, mit einigen Abstechern an die nördl. Küstenlinie und Pointe du Van.

5.Ausfl_Plonevez_2015- (24)5.Ausfl_Plonevez_2015- (23)Wenn die nördl. Küstenlinie schon sehenswert ist, das Pont du Van auch sehr wild ist, wirkt das Pointe du Raz, mit dem wilden und ungestümen Meer, sehr beeindruckend.

Aber vorher ging es entlang der Küste auch zum Point Du Van.

Beides wirklich lohnenswerte Ausflugsziele, trotz des Sturmes, der bei uns richtig tobte.

5.Ausfl_Plonevez_2015- (11) 5.Ausfl_Plonevez_2015- (15)

Man läuft weit oberhalb der Küstenlinie entlang der Steilküste bis an den westl. Punkt und hat eine weite Sicht, auf die vorgelagerten Insel Ile de Sein und das aufgepeitschte Meer.

Während unseres Besuchs herrschte ein heftiger Sturm und so konnte man die Naturgewalten wirklich spüren.

Um die Parkgebühren, die für den Parkplatz nahe des Semaphore fällig wurden, auch auszunutzen, besuchten wir eines der dortigen kleinen Restaurants, um ein franz. Fast-Food: Moules et Frites“ zu uns zu nehmen.

Auf der Rückfahrt machten wir noch in der Nachbarstadt Douarenez halt. Anscheinend legen die Fischereihäfen, wie hier auch, ihre alten Fischerboote auf den Strand, um tolle Fotomotive abzugeben.

SchiffswarackSchiffswrack

Netter, sehenswerter kleiner Hafen mit vielen Motiven.

 

Recht schnell verliessen wir unsere 5. Station, so das wir uns zwei Tage später auf den Weg Richtung Quimper, mit Ziel im Bereich Benodet / Fousenant / Concarneau, machten. Ich hatte die Hoffnung, das obwohl die ausgewählten Plätze bereits Mitte September geschlossen hatten, evtl. doch noch ein Kurzaufenthalt möglich wäre.

In Benodet lag der Platz citynah, aber nicht am Meer…..

…… und leider war der Platz „Du Letty“ wirklich geschlossen.

Also sollte USCHI ein paar Plätze in der Umgebung ausspucken, aber strandnah.

Camping, besser Residens, Sunêlia Escale Saint-Gilles war auch geschlossen

Camping du Poulquer – nicht mal mit Aussicht auf’s Meer, allerdings geöffnet

Was soll’s, die Küste ist lang.

So kurvten wir im Bereich Beg Meil und Kerrolland, dies ist die südl. Landspitze von Fouesnant, auf der auch alle Campings geschlossen hatten.  Weiter nach Concarneau.

Hier war Camping Les Sables Blancs unser Ziel. Mitten in der Stadt: das soll was geben.

Der Platz liegt zwar schön auf einem Hang zum Meer, man schaut aber direkt auf Häuser und aktuell auf Baukräne. Baulärm versüsst einem noch den Aufenthalt. Mich wundert’s, das es trotzdem recht voll auf dem Platz war.

Schnell war umgedreht und ab geht’s Richtung Quiberon. Die geplanten Zwischenstopps habe ich, auf Grund der oft geschlossenen Plätze abgesagt……

Die Fahrt über die gute Ausgebaute N165 verging sehr schnell und so kamen wir Nachmittags beim

CAMPING MUNICIPAL LES SABLES BLANCS
Les Sables Blancs
F-56340 Plouharnel

an.

Platzvergabe und einchecken war schnell erledigt und so befuhren wir den Platz, um unseren Stellplatz zu finden. Gut das wir einen Plan mitbekommen haben, denn der Platz liegt auf ca. 8 KM Länge entlang dem Meer, in diversen Reihen unterteilt. Später lass ich, das hier im Sommer ca. 600 Camper Platz finden. Bei unserem Besuch war es zum Glück sehr leer und unser Stellplatz befand sich ca. 200 Meter entfernt von jedem Nachbarn.

6.Plouharnel_2015-0056.Plouharnel_2015-048

Stützen runter, Tisch & Stühle raus – fertig. Markise ging auf Grund des auch hier herrschenden Windes nicht.

Das Meer plätscherte 10 Meter von uns auf den Strand. Allerdings am nächsten Gezeitenwechsel war der Strand plötzlich 3 KM breit. Das ist halt der Nachteil der Bretagne.

6.Plouharnel_KL_15- (14)Hier wollten wir die restl. Tage verbringen und die Umgebung besuchen.

Caranc, mit den jahrtausend alten Steinreihen,

6.Ausfl_Carnac_2015-007 6.Ausfl_Carnac_2015-019

Dolmen und Hügelgräber fand ich schon immer sehr interessant.

6.Plouharnel_2015-002 6.Plouharnel_2015-

Auch die Hafenstadt LaTrinite sur Mer,

6.Ausfl_Trinite_2015-003mit Fischerei-,

6.Ausfl_Trinite_2015-005Regatta-Stützpunkt und Markttagen war mehrere Besuche wert.

6.Ausfl_Trinite_2015-008

Wir wollten noch bis Lorient, die andere Seite der Küste erkunden und besuchten auch dort Plätze, die wir evtl. anfahren wollten.

Der Camping Municipal de la Falaise, in Étel lag sehr schön auf einem Hügel an dem Auslauf der Barre de Etel.

Die Aussicht von den Stellplätzen war sehr schön. Allerdings war der Platz auch mit Wohnmobilen fast kompl. Belegt und ein Sanitäranlage war katastrophal. Zum Glück sind wir vorbeigefahren.

Dort herrschte an dem vorgelagerten Strand allerdings bei Gezeitenwechsel eine sehr starke Strömung. Baden also teilweise verboten oder nur für wirklich geübte Schwimmer.

Etel war vom Platz aus fussläufig zu erreichen und bot einige Restaurant in Hafennähe und schöner Aussicht auf die Barre.

Die Plätze in Port Louis lagen alle nicht am Meer.

Lediglich die auf der vorgelagerten Halbinsel, wie z.B.der Platz Camping de La Lande machen einen guten Eindruck. Allerdings muss man bei An- / Abfahrten immer den Schlauch ( Halbinsel) entlang fahren und der Platz ist auch nur bis Ende August geöffnet.

Port Louis kann man sehr gut auf der Stadtmauer fast umrunden

6.Ausfl_PortLoius_2015-023und man hat ständig einen neuen Blick auf das Meer, die Bucht oder auf die gegenüberliegende Stadt Lorient.

6.Ausfl_PortLoius_2015-027

Da immer mehr Plätze geschlossen hatten und wir wussten, das der LES SABLES BLANCS noch bis zum 30.09. geöffnet hat, blieben wir so lange es ging.

Sanitär wurden noch regelmässig gesäubert und durch mangelnde Benutzung, zumindest in der Woche, waren die Anlagen auch immer sauber. Am Wochenende fielen die Wochenendtouristen mit kompl. Familien ein. Dies störte aber auch nicht, das der Platz dafür genügend Freiraum bot.

Nur der Brotservice fehlte und so fuhr ich jeden Morgen nach Plouharnel zur Boulangerie.

Das waren zwar immer ca. 5 KM, aber sehr lohnenswert.

Tja, entspannt Leben wie Gott in Frankreich.

Bei Hochwasser, stand das Wasser bis kurz vor dem Campingplatz, während bei Niedrigwasser das Meer die gesamte Bucht, mit dessen Austernfarmen freigab.

Endlose Spaziergänge, durch die Bucht oder entlang des Sandstrandes sind möglich.

Auch wenn wir hier einige Tage auf dem Platz oder am Strand vertrödelten, schliesslich hat man auch mal Urlaub, ging es auch wieder in die nahe Umgebung.

Mit dem Rad konnten wir herrlich über die Halbinsel Quiberon fahren. 6.Ausfl_Quiberon_2015-003  6.Ausfl_Quiberon_2015-006

Es wurden sogar für die Radler separate Radwege angelegt.

Zum Markt in Quiberon

6.Markt_Quiberon-6.Markt_Quiberon-002ging es dann aber mit dem PKW, denn wir wollten die vielen frischen Produkte aus der Region vor Ort einkaufen.6.Ausfl_Quiberon_2015-0096.Ausfl_Quiberon_2015-011

Apropos Direktvertrieb – auf dem Weg nach La Trinite liegt ein Muschelhändler,

La Perle de Quéhan
7bis, Route de Quéhan
Saint-Philibert

bei dem man essen kann. Leider in der Nebensaison nur am Wochenende, was wir verpasst haben, allerdings kann man seine Angebote Vorbestellung und man kann diese dann entsprechend abholen.

6-Krabbenessen-Dies haben wir dann für unseren letzten Nachmittag bestellt und konnten die frischen, teilweise warmen Muscheln/Krabben abholen und am Platz verzehren.

Der Tag nahte, um Abschied von der Bretagne zu nehmen. So brachen wir nach sieben Übernachtungen auf, um den Heimweg anzutreten.

Da alle Strassen gut ausgebaut waren, ging es Vorbei an Rennes wieder in den Norden.

Noch schnell beim Abbiegen einen Blick auf den Mont St. Michel werfen um dann Richtung Caen abzubiegen. Bei Avranches wurde wieder ein Tankstop an einem Einkaufcenter eingelegt.

Diesmal aber nur zum Tanken. Schnell erreichen wir sehr früh unseren Übernachtungsplatz

Camping Sainte Claire,
19, Rue Grande Flandre
76270 – Neufchatel en Bray

Sehr gepflegter und vom Besitzer selbst verwalteter Campingplatz, der Parkähnlich angelegt ist.CPSt.Claire_Neufchatel

Sanitäranlagen wohl gerade etwas erweitert und renoviert, aber trotzdem noch knapp an der Anzahl. Der Platz war auch gut besucht, allerdings überwiegend von Touristen der britischen Insel. Brotservice wurde nicht mehr angeboten.

7.Neufchatel_2015-001

Da auch bei dem Besuch der Stadt keine weiteren „wir bleiben noch einen Nacht“ Kriterien gefunden wurden, ging es am nächsten morgen, weiter.

Wir hatten nun genügend Zeit uns zu überlegen, ob wir früher zu Hause ankommen wollten oder noch einen Platz ansteuern.

Für Brüssel war die Zeit zu kurz, also nahmen wir mal Roermond. Liegt zwar sozusagen vor der Türe, aber jeder redet vom Vrijbuiter und vom Outlettcenter.

Also während der Fahrt einen Platz reserviert , es war ja NRW-Herbstferienbeginn – das geht eigentlich nur online, aber man machte einmal eine Ausnahme – und so kurvten wir über die A73 von Süden ein.

Wie immer verlässt man sich auf das Navi und die USCHI schickte via uns A2 – Abfahrt Weesern durch die kleinsten Gassen rund um die Baggerlöcher und der Maas.

Da es mir doch dann nach ein paar Dörfern und engsten Gassen mit Einbahnstrassen Sorgenfalten auf die Stirn trieb, frug ich einen Dorfbewohner, wo es denn Richtung Platz geht.

Er erklärte uns das wir richtig seine und beschrieb uns den Weg. Er frug noch, ob wir auch TomTom hätten, denn die würden ständig durch sein Dorf fahren.

Endlich angekommen und die einspurigen Seeumrunden hinter uns gelassen, konnten wir einchecken.

Resort Marina Oolderhuuske BV
Oolderhuuske 1
NL – 6041 TR Roermond

Mein Gott, war ja wie ein Hotel, denn wir wussten nicht, das es dort sowohl einen grossen Jachthafen und Ferienhäuser neben dem Campingplatz gab.

Wir wurden sehr nett eingewiesen und der Stellplatz wurde uns vorgegeben, da alle anderen bereits vergeben waren. Leider auch die, die direkt an der Maas lagen.

Jetzt erfuhr ich auch, das mein Anruf einer Reservierung gleich kam und mit € 7,50 zu buche schlug – ich wollte doch nie mehr reservieren.

Aber, da ab übermorgen die Herbstferien anfangen, war das nicht verwunderlich.

CPRoermond

Stellplatz war einigermassen gross, allerdings waren wir schon fast eingekreist – das kannten wir die letzten 3 Wochen kaum.

Brotservice mit grosser Auswahl, gab es im Backshop neben der Reception.

Das Sanitärgebäude, welches mittig von Platz lag, war für alle Camper gedacht, auch für die vielen Dauercamper, die ca. 2/3 des Platzes belegt hatten.

Es gab noch einen grossen Sanitär-Container, der aber sehr sauber war.

Strom Wasser alles in der Nähe und so stand die „Hütte“ wie immer sehr schnell.

Alles ist so verbaut, das es schnell abgenommen, weggezogen oder hoch gehängt werden kann und es scheint so, als wenn die Maas hier auch schon mal ca. drei Meter den Platz überspült.

Nachmittags sind wir dann noch nach Vrijbeuter und Abends in die Altstadt von Roermond.

Vrijbeuter war sehr enttäuschend, aber dafür entschädigte die Altstadt.

Am nächsten Morgen begann unsere Radtour direkt mit einer Fährenfahrt über die Maas und

8.Roermond_2015-008

nach 4 KM

8.Roermond_2015-014standen wir vor dem Outlettcenter. Na ja, muss man mal gesehen haben, aber nix für mich. Die Frau konnte ich schnell überreden und in die Altstadt herüberzuwechseln. 8.Roermond_2015-015 8.Roermond_2015-019

Viel origineller und entsprechend viel zu sehen.

Bei der Rückkehr stellten wir fest: die Ferien haben begonnen. Der Platz hat sich gut gefüllt und wir waren froh, am nächsten Morgen, wieder abreisen zu dürfen.

Die letzten paar Kilometer, ca. einhindert, gingen sehr schnell vorbei uns so endete unser Urlaub auch mal an einem Samstagmittag.

Bemerkungen:

auch bei dieser Reise wurde während der gesamten Reise (3.500 Kilometer zurückgelegt) nur nur an Supermarkttankstellen getankt

Für den Anteil an Autobahnmaut wurde €164,40 inkl. der Bip&Go-Gebühren berechnet.